Der erste Flug mit klassischer Instrumentierung

Kaum zu glauben, dass ich nach 65 Flugstunden heute das erste Mal in einer Cessna mit klassischer Instrumentierung sitze. Genau das ist jedoch das Schöne an der Fliegerei. Man kann immer wieder etwas Neues lernen. Die “analoge” Cessna 172R, die ich heute fliegen werde, unterscheidet sich neben der Instrumentierung lediglich in der etwas schwächeren Motorisierung mit 160PS und dem McCauley Propeller von der Cessna 172SP, mit der ich in letzter Zeit öfters unterwegs war.

Eigentlich ist bereits nach dem Einsteigen alles wie immer. Lediglich das Einstellen des Kurskreisels auf den abzulesenden Wert am Schnapskompass ist neu für mich. Die jahrelange Simulator-Fliegerei war also offensichtlich doch für irgend etwas gut.

Es geht los mit ein paar Platzrunden, und ich bin freudig überrascht über das “direkte” und “weiche” Feedback der analogen Instrumente. Die digitalen Anzeigen beim Garmin G500 und G1000 zeigen manchmal doch etwas hakelig und mit leichter Verzögerung an.

Der McCauley Propeller verleiht dieser Cessna richtig Wumms. Die fehlenden 20 PS machen sich in keinster Weise bemerkbar. Das Maschinchen steigt wie eine Rakete und 125kt TAS im Reiseflug sind ruck zuck erreicht.

Nach einer Ziellandung und einem kleinen Abstecher an der Albkante entlang geht es schließlich wieder zurück zum Platz. Feierabend für heute. Und wie war es nun mit klassischer Instrumentierung? Definitiv gut. Ich freue mich auf den nächsten analogen Flug.